IMPULS DER WOCHE
Großeltern: Das sagt die Bibel
Am Montag gedachte die Kirche der hl. Anna und Joachim, der Eltern Mariens. Papst Franziskus hat aus diesem Grund den vergangenen Sonntag zum ersten Weltgebetstag für Großeltern und Senioren erhoben. Die passende Gelegenheit, um einmal die Heilige Schrift aufzuschlagen: Was weiß die Bibel von Großeltern zu berichten?
Zunächst: Im Alten Testament haben die „Älteren“ einen hohen Stellenwert, das friedliche Auskommen der verschiedenen Generationen ist Grundstock für ein Leben in Freiheit und Würde. Das zeigt nicht zuletzt das vierte Gebot: „Ehre deinen Vater und deine Mutter, damit du lange lebst in dem Land, das der Herr, dein Gott, dir gibt.“ (Ex 20,12) Ihnen kommt in Israel die ehrenvolle Aufgabe zu, den „Glauben der Väter“ und die damit verbundenen Traditionen weiterzugeben.
Ähnliches gilt für das Neue Testament. Die Sorge der Jüngeren um die Älteren wird als Dienst an Gott verstanden: „Hat eine Witwe aber Kinder oder Enkel, dann sollen diese lernen, zuerst selbst ihren Angehörigen Ehrfurcht zu erweisen und dankbar für ihre Mutter oder Großmutter zu sorgen; denn das gefällt Gott.“ (1 Tim 5,4)
Treffend bringt daher das Tagesgebet vom Montag zum Ausdruck:
Herr, du Gott unserer Väter,
du hast Joachim und Anna erwählt,
der Mutter deines menschgewordenen Sohnes
das Leben zu schenken.
Auf die Fürbitte dieser heiligen Eltern
gib uns das Heil,
das du deinem Volk versprochen hast.
Darum bitten wir dich durch Jesus Christus.