Zum Inhalt springen

IMPULS DER WOCHE

Datum:
Veröffentlicht: 31.3.21
Von:
Marcel Jungbauer

Noch nicht da und doch schon zu spüren.

Noch nicht da und doch schon zu spüren. Dieses theologische Doppelwort zum Thema Erlösung wird in der Karwoche ganz einfach verständlich.

Noch nicht da und schon spürbar ist in den letzten Tagen der Sommer. Die Wärme weckt in uns helle Gedanken. Die Menschen kommen wieder heraus. Türen gehen auf. Das, was wir uns wünschen, ist zum Greifen nahe.

Gleichzeitig ist es aber noch nicht da.
Es ist noch nicht Sommer. Die kalten Nächte zeigen es.
Die Welt ist noch nicht geheilt und befreit. Die Beschränkungen machen es deutlich.
Aber die Sehnsucht ist da. Es ist die Stimmung des Gründonnerstags, wenn die Jünger spüren, wie es immer sein sollte: in vertrauter Runde bei Tisch sitzen, geborgen bei Freunden.

Aber der Karfreitag macht klar: Es ist noch nicht so weit.
Und doch, was noch nicht da ist, ist schon zu spüren, zeigt seine Kraft. Wie in diesem Jahr der Sommer in den warmen Sonnenstrahlen schon in der Karwoche seine Kraft fühlbar macht und unsere Sehnsucht nach der hellen Jahreszeit weckt, die sicher kommt.

Ebenso verspricht uns Jesus Christus, was die meisten von uns noch mehr ersehnen und was durch ihn sicher kommt: Befreiung, Erlösung, offene Türen, feiern zu können in vertrauter Rund mit lieben Menschen.

Es ist noch nicht da – wie in der Karwoche – und doch spüren wir mit den Jüngern, dass es sicher kommt.