IMPULS DER WOCHE
Auf und ab
In diesen Tagen wechselt sich der Frühling mit dem Winter noch fast täglich ab.
Sonnenschein und Momente draußen die Jacke abzulegen geben sich die Klinke in die Hand mit Eiseskälte und Schneeschauer.
Vom Staunen und Freuen über das sich entfaltende Leben - blühende Kirschbäume und Magnolien zum Beispiel - hin zum Zurückfallen in Winterstarre, Handschuhe und Grau.
Ein auf und ab.
Typisch Aprilwetter, könnte man sagen.
Auf und ab, hoch und tief, sonnig und neblig, hell und grau, geben sich manchmal auch in unserem Leben die Klinke in die Hand.
Da ist man, anders als beim Wetter in diesen Tagen, nicht immer gleich gerüstet für das was kommt, manchmal wird man überrascht, vieles hat man nicht selber in der Hand oder gar unter Kontrolle.
Auf und ab, hoch und tief, sonnig und neblig, alles hat wohl seinen Platz in unserem Leben, wie Schnee und 20 Grad im April.
Auf das Wetter können wir uns einlassen oder zumindest einstellen,
auf das, was sich da Leben nennt, können wir uns nicht in jeder Facette einstellen,
aber einlassen dürfen wir uns,
mit allem was dazugehört,
mit dem, was uns da mit Freude und Staunen erfüllt,
aber auch mit dem, was wir nicht in der Hand haben.
Wir dürfen uns dennoch einlassen,
weil da einer ist, der sich auf unser Leben eingelassen hat,
der bereit war Mensch zu werden wie wir,
der bereit ist, mitzutragen, was auch immer wir auf dem Herzen und in der Seele tragen,
Schnee oder 20 Grad.
Er ist der, dem wir letztlich überlassen können, was uns übersteigt,
was uns an Grenzen bringt, was für uns im Nebel liegt.
Wir dürfen uns einlassen auf unser Leben, wie auch immer es gerade aussieht,
und wir dürfen uns dabei auf den verlassen, der uns dabei niemals im Stich lässt.
Christus gestern, heute und morgen,
Alpha und Omega,
Anfang und Ende,
auch meines Lebens.