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IMPULS DER WOCHE

Fronleichnam 2019
Datum:
Veröffentlicht: 2.6.21
Von:
Beate Herrmann

Zerbrechliches Gefäß

Weil ich nicht alles kann.
Weil ich nicht alles schaffe.
Weil ein Herz und ein Bauch und ein Kopf in mir wohnen und mir zeigen,
dass Zerbrechlichkeit da einfach dazugehört.

Zerbrechliches Gefäß – ich Mensch.

Weil ich nicht alles kann.
Weil ich nicht alles schaffe.
Weil ein Herz und ein Bauch und ein Kopf in mir wohnen und mir zeigen,
dass Zerbrechlichkeit da einfach dazugehört.

Wenn über Sorgen und Ängsten sich der Kopf zerbricht,
wenn das Herz manchmal über Gefühlen zerbrechen könnte,
wenn Gebrechen und Krankheit den Körper an Grenzen führen.

Zerbrechliches Gefäß – ich Mensch.

Und du Mensch, ja, auch du.
Und du Welt.

Zerbrechliches Gefäß.

Wie gut, dass wir da einen Gott haben,
der sich zerbrechlich für uns gemacht hat,
im wahrsten Sinne des Wortes.
Der sich zerbrechen lässt,
wie ein Stück Brot,
damit alle, die ihre Zerbrechlichkeit spüren,
gehalten sind von ihm,
in jedem Stück.

Wie gut, dass wir da einen Gott haben,
der sich in zerbrechlichen Gefäßen durch die Straßen tragen lässt,
durch eine geschmückte Monstranz,
aber mehr noch eben durch uns.

Wie gut, dass dieser Gott zerbrechliches Brot gewählt hat,
um darin selber zu wohnen,
um sich darin von uns ganz aufnehmen zu lassen,
damit er uns und alles, was in und an und auch durch uns zerbrochen ist,
heilen, trösten, beruhigen und umfangen kann.