IMPULS DER WOCHE

Michaelistag
Am 29. September feiert die Kirche das Fest der Erzengel Michael, Gabriel und Raphael. Dieser Tag wird auch Michaelistag genannt, der als Gedenktag an den Heiligen Erzengel Michael erinnert.
Im 5. Jahrhundert legte Papst Gelasius I. das Datum fest. Es entspricht dem Weihetag der Michaelskirche an der Via Salaria in Rom.
Dieser Michaelistag wird sowohl von Katholiken als auch von Protestanten gefeiert. Im Mittelalter fielen zu diesem Tag oft Miet-, Pacht- oder Zinszahlungen an.
Heute ist er immer noch ein „Lostag“ und somit für das zukünftige Wetter maßgeblich. Hierzu sind die Bauernregeln für den Tag ausschlaggeben:
- "Auf nassen Michaelistag ein nasser Herbst folgen mag" und
- "Kommt Michael heiter und schön, wird es noch vier Wochen so weiter geh'n".
Der Erzengel Michael gilt im Christentum als Bezwinger Satans. Er soll den Himmel und die Erde gegen das Böse verteidigen. Auch kämpft er mit dem Teufel. Dieser wird in der darstellenden Kunst als Drache verkörpert.
Da im Mittelalter der heilige Michael der Schutzpatron des Deutschen Reichs war, sind noch heute viele Kirchen und Klöster nach ihm benannt. Auch heute gilt der Erzengel als Schutzpatron Deutschlands.
Dem Volksglauben nach bewacht das Tor zum Paradies. Er erstellt eine Liste mit den guten und schlechten Taten eines Menschen.
Neben Michael gelten noch Uriel, Raphael und Gabriel als Erzengel. Seit dem 9. Jahrhundert wurde Michaeli auch auf die beiden anderen in der Bibel erwähnten Erzengel Raphael und Gabriel ausgeweitet.
Zu Michaelis soll allen Engeln gedacht werden. Sie gelten als Botschafter Gottes und sollen somit geehrt werden. Engel kündigen im religiösen Glauben wichtige Ereignisse oder Zeiten an und können vor allem in Form von Schutzengeln vor Unheil bewahren.
Die Flügel der Engel symbolisieren, dass Sie den Weg zwischen Himmel und Erde bewältigen können.
Der Erzählung nach hat der Erzengel Michael zusammen mit anderen Engeln den Teufel aus dem Himmel gestürzt. Er ist der gefallene Engel, der im christlichen Glauben und Gott somit nicht ebenbürtig ist.
Zum Michaelistag soll auch an den Namen des heiligen Michael und damit an die Gefahr der Selbstüberschätzung von Menschen und Engeln erinnert werden.
Denn auf Hebräisch heißt Michael: "Wer ist wie Gott?"
Ein von Papst Leo XIII im Jahr 1880 verfasste Gebet lautet:
„Heiliger Erzengel Michael,
verteidige uns im Kampfe;
gegen die Bosheit und die Nachstellungen
des Teufels, sei unser Schutz.
‚Gott gebiete ihm‘, so bitten wir flehentlich;
du aber, Fürst der himmlischen Heerscharen,
stoße den Satan und die anderen bösen Geister,
die in der Welt umherschleichen,
um die Seelen zu verderben,
durch die Kraft Gottes in die Hölle.
Amen.“
Ursprünglich war das Gebet am Ende jeder heiligen Messe vorgesehen, Nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil fand es schließlich in der Liturgie keine Verwendung mehr.