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Hilfe zur Selbsthilfe in Ghana

Ghana Projekt
Datum:
Veröffentlicht: 28.4.19
Von:
Joachim Gürtler| Öffentlichkeitsarbeit KDFB Erlangen-Büchenbach

Frauenbund Erlangen-Büchenbach unterstützt Selbsthilfeprojekt in Afrika

Der Katholische Frauenbund Erlangen-Büchenbach unterstützt seit 2016 mit „JYOTI – Fair Works“ ein deutsch-indisches Sozialunternehmen für Mode und Accessoires, das indischen Frauen in Südindien hilft, aus der Armut zu entfliehen und so ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Das Projekt ist mittlerweile so erfolgreich, dass das Vorstandsteam des Frauenbundes sich entschlossen hat, ein neues vielversprechendes Selbsthilfeprojekt zu unterstützen.

Hilfe zur Selbsthilfe in Ghana hat sich die Erlanger Ärztin Dr. Anne Sittl zu ihrer Lebensaufgabe gemacht. Bereits seit Mitte der 90er-Jahre unterstützt sie Selbsthilfeprojekte mit dem Verein „Ghana-Freunde-Takoradi“. Seitdem initiiert sie in dem westafrikanischen Land sehr erfolgreich Hilfe zur Selbsthilfe. Durch den Aufbau von Nähwerkstätten, handwerklichen Reparaturwerkstätten für Fernseh- und Radiogeräten, Fahrrädern und Schuhen entstanden wichtige Einkommensquellen für die einheimische Bevölkerung. Unterstützt wurden von ihr und dem Verein aber auch der Bau von Brunnen und Bewässerungsanlagen, Schulpatenschaften sowie die Ausbildung von Krankenschwestern und Hebammen. Die Projekte florieren noch immer und brachten der Ärztin vor zehn Jahren die Auszeichnung mit dem Bundesverdienstkreuz ein.

Derzeit ist Dr. Anne Sittl dabei, in Ghana ein Gesundheitszentrum aufzubauen. Die kleine Klinik liegt im Einzugsgebiet des Städtchens Moiree – etwa 30.000 Menschen leben hier ohne einen einzigen Arzt. Neben der Behandlung von Kranken soll hier auch ein Ort der medizinischen Weiterbildung entstehen. Anne Sittl plant, medizinisches Personal in Homöopathie und Schulmedizin zu unterrichten, um so dringend benötigte Ärzte, Hebammen und Krankenpfleger für das personell unterentwickelte Gesundheitssystem auszubilden. Genauso wichtig sind ihr aber auch die Aufklärung über Familienplanung, Ernährung und Hygiene. Benötigt werden die finanziellen Mittel derzeit für die Fertigstellung des Klinikgebäudes, für die Einrichtung der Klinik mit medizinischen Geräten und Medikamenten sowie für einen Lohnkostenzuschuss der Klinikmitarbeiter im ersten Betriebsjahr.

Bei den Veranstaltungen des Frauenbundes werden alle Einnahmen aus dem aufgestellten Spendenkörbchen für dieses Projekt verwendet und an den Verein überwiesen. Wir danken allen Spendern, die das Gesundheitsprojekt unterstützen. Weitergehende Informationen zu dem Selbsthilfeprojekt finden Sie unter: www.ghana-freunde-takoradi.de.