Herbstgedanken

Der Herbst ist da. In der Natur ist dieser Jahreszeitenwechsel nicht zu übersehen. Die Blätter haben sich bunt verfärbt und leuchten in warmen Gelb-, Rot- und Brauntönen, bevor sie schließlich zu Boden fallen. Die Bäume, sie verlieren ihr Laub und bereiten sich auf den Winter vor.
Der Herbst ist eine Zeit des Übergangs, zwischen dem bunten Treiben des Sommers und der stilleren Jahreszeit, die vor uns liegt.
Auch das kann man gut in der Natur erkennen. Denn nicht nur die Bäume und Pflanzen bereiten sich auf den Winter vor. Auch die Tiere sammeln Kräfte für die kalte Jahreszeit. Eichhörnchen huschen umher und suchen Nüsse für ihren Vorrat, während sich die Igel auf die Suche nach einem geeigneten Winterquartier machen. Jedes Lebewesen bereitet sich auf seine Weise auf die kommenden Monate vor.
Und wie sieht es bei uns Menschen aus? Ist der Herbst für uns auch eine Zeit des Kräfte Sammelns und des zur Ruhe Kommens?
Oft beginnen jetzt im November schon die ersten Vorbereitungen für die bevorstehende Adventszeit und ehe wir uns verstehen, ist der vorweihnachtliche Trubel auch schon wieder da.
Vielleicht lohnt es sich da, den November einmal bewusst für sich zu nutzen – als eine Zeit des Innehaltens. Als eine Zeit zum Durchatmen und zum Sortieren der eigenen Gedanken.
Was ist mir wirklich wichtig? Wofür möchte ich mir mehr Zeit nehmen? Was tut mir gut? Und was darf auch weniger Raum in meinem Leben einnehmen? Wo ist in meinem Alltag Raum für meinen persönlichen Glauben – für Gebet, für Stille?
Vielleicht kann uns der November so dazu einladen, sich im Alltag wieder einmal ganz bewusst einen Moment für Gott zu nehmen. Egal, ob ich dafür eine Kerze anzünde, einen vertrauten Psalm lese oder in der Natur unterwegs bin.