Gedanken zu Markus 9,17-27

Bibelstelle
Jesus sagt: „Alle Dinge sind möglich, dem der glaubt!“
Gedanken
Mich berührt diese Zusage Jesu bis tief in mein Herz!
Wenn ich mich da hineindenke:
„Alle Dinge sind möglich, dem der da glaubt.“
Kann mein Glaube wirklich Berge versetzen oder kann ich übers Wasser gehen (wie Petrus es wollte)?
Ich erinnere mich an viele Situationen in meinem Leben, in denen ich wirklich ganz fest glauben konnte und dabei auch voller Vertrauen auf Gott war, der ja immer bei mir ist.
In meiner Kindheit: Bei der Aufgabe im Sportunterricht einen Handstand auf dem Schwebebalken zu schaffen, bei einem Musikvorspiel auf einem Elternabend die richtigen Töne zu treffen ... und bei vielen ganz anderen Entscheidungen und Schwierigkeiten im Leben, die Kraft zu behalten und das Vertrauen, dass alles Sinn hat, dass alles wieder gut wird, dass ich das jetzt gerade nicht verstehen kann, aber vertrauen darf …
Manchmal besteht der Glaube darin, fest an meine eigenen Fähigkeiten zu glauben: ein Zweifel löst aus, dass ich vom Schwebebalken falle, schiefe Töne spiele, etwas Neues erst gar nicht versuche, verzweifele, weil ich mich selber zu schwach oder nicht fähig fühle, Angst habe …
Meinen Glauben verbinde ich immer mit einem starken Vertrauen auf Gott!
Der Glaube an Gott macht etwas mit mir. Er macht mich stark, stärker als ich es für möglich halte. Er macht wirklich auch Dinge wahr , die nach menschlichem Ermessen „unmöglich“ waren. Er lässt mich über mich und meinen Horizont hinauswachsen. Der Glaube an Gott ist die Lebensquelle in mir.
Für mich hat sich immer wieder bewahrheitet:
„Wer Gott Großes zutraut, der wird noch Größeres erfahren!“
Das Beste ist: Ich darf auch zweifeln, denn ich bin oft nicht stark genug und verliere mich im Alltag und den Sorgen dieser Welt. Dann brauche ich Jesus und rufe zu ihm, wie der Vater des Jungen: „Erbarme dich meiner, hilf mir!“ Hilf mir meinen Unglauben zu besiegen, reich mir deine Hand und richte mich wieder auf!
Glauben macht stark! Eine lohnende Lebensaufgabe!
von
Gudrun Langer, 58, Apostelgemeinde