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Gedanken zu Lukas 24,13–35

Fastenkalender
Datum:
Veröffentlicht: 23.2.21
Von:
Luitgard Kern
Die Emmaus-Jünger
Bibelstelle

Am selben Tag, als Maria aus Magdala Jesus begegnet war, waren auch zwei Jünger auf dem Weg von Jerusalem nach Emmaus. Emmaus war ein Dorf, ungefähr 11 km von Jerusalem entfernt. Kleopas und der andere Jünger gingen am späten Nachmittag zu Fuß los, ihre Schritte waren langsam und schwerfällig. Beide waren traurig und ohne Hoffnung, denn sie hatten Jesu Kreuzigung miterlebt. Nun sprachen sie über die zurückliegenden Ereignisse. Sie bemerkten in ihrer Trauer auch nicht, dass Jesus hinzukam und mit ihnen ging. Beide waren sie wie mit Blindheit geschlagen und obwohl er da war, erkannten sie ihn nicht. Es war dunkel in ihnen.

Gedanken

Manchmal würden wir uns wünschen, dass sich Jesus uns aufdrängt, dass er uns deutlich zeigt, dass er immer mit uns geht. Aber Jesus gibt sich nicht so einfach zu erkennen. Er ist ein ganz unauffälliger Wegbegleiter, der sich nur anbietet. Er tarnt sich, er spricht vielleicht durch meinen Kollegen, meinen Nachbarn, durch eine segensreiche Fügung.

Aber wenn man genau aufpasst, dann kann man ihn an seinem Handeln und Wirken erkennen. Bei den Emmaus-Jüngern ist es das Brot brechen. Aber an was erkennen wir Gottes Wirken? An einem helfenden Wort, an dem guten Ausgang eines komplizierten Problems, an einem unerwarteten Lob? Immer habe ich ein Zitat meiner Mutter in Erinnerung: „Zufall ist das Pseudonym Gottes, wenn er inkognito bleiben will.“ Haben wir doch den Mut, ihm ein Wirken in meinem kleinen unwichtigen Leben zuzuschreiben.

Herr, ich danke Dir für Dein Wirken in meinem Leben.

von

Luitgard Kern, 65, St. Heinrich