Gedanken zu Johannes 10,14-15 und Lukas 15,4-6

Bibelstellen
Joh 10,14-15
Ich bin der gute Hirte, ich kenne die Meinen, und die Meinen kennen mich, wie mich der Vater kennt und ich den Vater kenne; und ich gebe mein Leben hin für die Schafe.
Lk 15,4-6
Wenn einer von euch hundert Schafe hat und eins davon verliert, lässt er dann nicht die neunundneunzig in der Steppe zurück und geht dem verlorenen nach bis er es findet?
Und wenn er es gefunden hat, nimmt er es voll Freude auf die Schultern.
Und wenn er nach Hause kommt, ruft er seine Freunde und Nachbarn zusammen und sagt zu ihnen:
„Freut euch mit mir; ich habe mein Schaf wiedergefunden, das verloren war.“
Gedanken
Ich mag Schafe, ich habe sie schon als Kind gemocht.
Es war immer ein schönes Bild, wenn der Schäfer mit seiner Herde in Baiersdorf über die Wiesen gewandert ist. Bei gutem und bei schlechtem Wetter hat er mit seinem Hund aufgepasst, dass die Herde beieinander blieb und dass es ihr gut geht.
Ab und zu war auch ein schwarzes Schaf darunter, das war immer etwas Besonderes.
Leider ist dieses Bild in der Natur heute selten geworden.
Aber auch Jesus schenkt uns dieses Bild. Er will uns damit sagen, dass er mit uns unterwegs ist, dass er uns beschützt und auf uns aufpasst. Er kennt jeden von uns mit seinem Namen und es ist keiner verloren.
Und wenn es doch einmal passiert, dass ein Schaf zurückbleibt, so ist es ihm unglaublich wichtig, einem einzigen verlorenen Schaf hinterherzugehen und es zu suchen und es wieder zu der Herde zurückzubringen.
So sehr liegt ihm auch jeder Mensch am Herzen.
Wir sind nicht verloren, auch wenn wir einmal einen falschen Weg, eine falsche Abzweigung in unserem Leben nehmen, oder wenn wir das Gefühl haben, in eine Sackgasse geraten zu sein und nicht weiter wissen.
Haben wir Vertrauen, wir werden gesucht! Lassen wir uns von Jesus als unserem guten Hirten suchen und heimbringen.
von
Eva-Maria Frühwald, 58, St. Albertus Magnus