Faschings-Familien-Gottesdienst

Jetzt wollen wir feiern

Jetzt wollen wir feiern
Faschings-Familien-Gottesdienst
Wer glaubt, dass „lustiges“ Faschingstreiben und katholische Kirche nicht zusammen passen, der irrt gewaltig. Der Faschings-Familien-Gottesdienst der Kolpingsfamilie Bubenreuth mit Pfarrer Matthias Bambynek am 27. Februar 2011 bewies das Gegenteil.
Viele Kinder sind dem Aufruf, verkleidet zum Gottesdienst zu kommen, gefolgt und so füllte sich der Altarraum mit allerlei lustigen und wilden Gestalten, denen eines gemeinsam war: Die Freude, in die Rolle eines anderen zu schlüpfen.
Das, was für die Kinder ein Leichtes ist, fällt uns Erwachsenen oft sehr schwer, wie Pfarrer Matthias Bambynek in seiner Predigt auseinander setzte. Dabei ist es gerade für die Erwachsenen wichtig, nicht in Alltag und Sorge zu ersticken.
Und dass das Feiern und fröhlich sein auch seinen Platz in der Kirche hat, bewies die Lesung (2. Sam6, 1-15), die vom Tanz Davids vor der Bundeslade erzählte und von Davids Antwort auf die Rüge, sich vor Gott ordentlich zu benehmen. Er antwortete nämlich: „Wie sollte ich ihm nicht zeigen, wie dankbar und froh ich bin, weil er mir und dem Volk so viel Gutes tut“.
Der Link zur Bildergalerie ist ganz unten auf dieser Seite!
Den Schlusspunkt des Gottesdienstes setzten die Vermeldungen. Diese wären im Normalfall sicherlich hier nicht erwähnenswert. Doch überraschte uns unser Pfarrer mit Vermeldungen in Reimform. Interesse? Dann lesen Sie weiter:
Vermeldungen im Faschingsgottesdienst
„Früher war alles besser gewesen!“
…kann man allenthalben hören oder lesen.
„Noch im letzten Jahr hat sich der Pfarrer viel Mühe gemacht
und die Predigt zu Fasching in Reimform gebracht.
Die Kinder sind sich nicht zu schade für die Narretei!
Nur leider ist’s mit der Kreativität des Pfarrers vorbei!“
Liebe Gemeinde! Um sie etwas versöhnlich zu stimmen
will ich nun wenigstens die Vermeldungen auf Versmaß trimmen.
Zunächst: Nach der Messe sollten sie dahinten an dem Stand vorbei laufen,
denn dort wird man ihnen ganz und gar fair Gehandeltes verkaufen.
Für all die Produkte zahlen sie hier etwas mehr an Geld.
Nur: Wer so kauft, fühlt sich danach wie ein kleiner Held.
Am Mittwoch um halb acht können sie meditativ das Tanzbein schwingen
und dabei ihr Inneres ins Gleichgewicht bringen.
Zum „Tanz als Gebet“ mit Frau Leibl können sie alle kommen:
die Wortkargen, Frauen und Männer, die eher Kritischen und ebenso die Frommen.
Einige unserer Erstkommunionmütter übernahmen eine Gruppenleitung.
Genau jene treffen sich ebenfalls am Mittwoch zur nächsten Vorbereitung.
Um 20 Uhr wird das im alten Jugendraum geschehen.
Das wird sicher ein angenehmer Abend, da sie sich miteinander so gut verstehen.
O Gott, wie schnell nur vergeht die Zeit!
Weltgebetstag ist am Freitag – es ist schon wieder so weit.
Mir scheint: Dieser Abend wird alljährlich mit sehr viel Aufwand gestaltet.
Mir ist’s, als dass über dieser Feier ein ganz besonderer Geist waltet.
Das Ganze beginnt um 19.15 Uhr hier, in diesem Gotteshaus,
später dann klingt es mit Essen und Trinken im Pfarrsaal aus.
Am Samstag ist ab 14 Uhr Fasching-Feiern angesagt,
vor allem die kleinen Kinder sind an diesem Nachmittag gefragt.
Logisch ist: Ihr sollt euch für diese Party anständig verkleiden.
Spaß- und Spielverderber mag an diesem Tag hier keiner leiden.
Bis Donnerstag steht in der Krypta der Erstkommunion-Büchertisch:
mit Altbewährtem; und manches ist druckfrisch.
Sie können dort stöbern, wenn das Pfarrbüro geöffnet hat.
Wollen sie etwas bestellen, schreiben sie es bitte auf das entsprechende Blatt.
Nun hat der Kirchenpfleger Jahresrechnung und Haushaltsplan fertig gestellt.
Leider ist zu sagen, dass dieses Konvolut auch kniffelige Zahlen enthält.
Ich will mich jetzt nicht ins Klagen verlieren,
aber: Wir hatten zuletzt in Hof, Kirche, Haus und Garten sehr viel zu investieren.
Nach und nach nagt überall der Zahn der Zeit,
und so ist die nächste Reparatur oder Neuanschaffung ganz sicher nicht mehr weit.
Vielleicht gibt es hier unter uns interessierte Wesen,
die können in den nächsten zwei Wochen die Zahlen im Haushaltsplan lesen.
Gott sei Dank: Die Hilfsbereitschaft vieler scheint nicht zu enden.
Immer wieder erhalten wir teils großzügige Spenden.
Ein dickes Dankeschön ihnen allen, den fleißigen Spendern,
ganz gleich ob sie ihr Geld geben hier für uns oder gegen die Not in fremden Ländern.
So, das war’s, mehr habe ich nicht zu vermelden.
Und nun zu euch, all ihr kostümierten Helden.
Mit eurer Verkleidung habt ihr Farbe und Freude in die Kirche getragen.
Im Namen aller will ich euch dafür „Danke!“ sagen.
Es ist genial, euch so fröhlich hier vorn zu erleben.
Und mir scheint: Ihr habt von eurer Begeisterung an uns alle etwas weiter gegeben.
Danke euch, den Los Cravallos, für‘s Musizieren,
und all den anderen fürs Vorbereiten und Organisieren.
Zusammen haben wir Fasching gefeiert und daran gedacht:
Jesus Christus hat auch uns viel Grund zum Frohsein gebracht.
So wünsche ich euch: Genießt diese Zeit mit all ihrer Narretei,
ich, der Pfarrer, habe jetzt erst einmal eine Woche frei.
Wir alle sind unterwegs auf ganz verschiedenen Wegen.
Gott möge auf uns alle seinen Segen legen.