Zum Inhalt springen

Ewald Sauer als neuer Regens des Bamberger Priesterseminars eingeführt

Verabschiedung Sauer 2015
Datum:
Veröffentlicht: 17.10.15
Von:
Homepage der Erzdiözese

Erzbischof Schick: Priester müssen vor allem gute Kommunikatoren sein

Ewald Sauer ist als neuer Regens des Bamberger Priesterseminars eingeführt worden. Als Verantwortlicher für die Priesterausbildung übernehme Sauer damit eines der wichtigsten Ämter im Erzbistum, sagte Erzbischof Ludwig Schick am Montagabend.

In der Eucharistiefeier anlässlich der Amtseinführung hob Erzbischof Schick die Bedeutung des priesterlichen Dienstes in der Kirche hervor, die neu entdeckt und ins Bewusstsein aller Gläubigen gebracht werden müsse: „Der priesterliche Dienst ist in der Kirche unersetzbar.“ Jeder Priesteramtskandidat und jeder Priester, der seine Berufung durch Jesus Christus, den Herrn der Kirche, recht erkenne, werde nicht stolz, sondern demütig und bemühe sich um ein entsprechendes Leben. „Er strebt nicht nach Macht, Komfort, Reichtum, Ansehen und Bequemlichkeit. Er ist vielmehr überzeugt, dass die Berufung sein ganzes Menschsein in Anspruch nimmt, und tut alles, um ihr zu entsprechen.“

Schick rief die Priesteramtskandidaten auf, sich auf das Studium einzulassen, und die Priester, sich bis zum Ende der Dienstzeit und des Lebens weiterzubilden. Priester müssten gute Theologen sein, um Jesus Christus und mit ihm Gott immer besser kennenzulernen. Sie müssten auch gute Kenntnisse von den Menschen heute haben, vom Ehe- und Familienleben, der Arbeitswelt und der Freizeitgestaltung. „In einer religiös-pluralen Welt ist es auch wichtig, die anderen Religionen zu kennen, auch den Agnostizismus und den Atheismus.“ Geistliche Begleitung und die Beichte sollen dazu führen, die eigenen Schwächen zu überwinden und die Stärken zu entfalten. Der Priester müsse vor allem ein guter Kommunikator sein, der den Menschen helfe, mit Gott in Beziehung zu kommen und mit den Menschen in Frieden, Gerechtigkeit, Solidarität und Freude zu leben. Der Regens habe die Aufgabe, den Priesteramtskandidaten zu helfen, dass sie durch Studium, geistliches Leben und Praxiserfahrungen zu guten Seelsorgern in der Verkündigung, der Feier der Gottesdienste und der Caritas werden.

Dem neuen Regens ist die Ausbildung und Begleitung der Seminaristen der Erzdiözese Bamberg übertragen sowie das Propädeutikum für die Priesteramtskandidaten aus den (Erz-)Diözesen Bamberg, Eichstätt, Speyer, Würzburg sowie Berlin, Dresden-Meißen, Erfurt, Görlitz und Magdeburg. Sauer wurde 1969 in Bamberg geboren und 1996 zum Priester geweiht. Zu seinen Stationen in der Seelsorge zählen Ansbach, Kulmbach, Schnaittach und Erlangen.