Erzbischof Ludwig Schick zu den Geschehnissen in Ansbach

Ich bin erschüttert, dass sich nun auch im Erzbistum Bamberg eine solch schreckliche Bluttat ereignet hat. Ich bin mit Gebet und Gedanken bei den Verletzten und danke allen Einsatzkräften vor Ort, die sich um die Menschen und die Aufklärung der Hintergründe der Tat bemühen.
Klar ist aber schon jetzt, dass die bisherigen Forderungen richtig sind: Wenn zum Beispiel eine Rückführung rechtskräftig entschieden wurde, sollte sie auch unverzüglich durchgeführt werden. Außerdem muss die psychosoziale Betreuung von Flüchtlingen verbessert werden, insbesondere wenn psychische Probleme bekannt sind.
Ich bitte die Menschen, sich nicht von Ängsten beherrschen zu lassen. Angst ist nie ein guter Ratgeber. Gesprächen miteinander und mit Gott im Gebet helfen, Angst zu überwinden. Wenn Ängste unser Leben und unser Handeln bestimmen, wird unsere Gesellschaft noch unsicherer und der Terror hat gewonnen. Das dürfen wir nicht zulassen.