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Erstkommunion 2014

Vorstellung der Kommunionkinder
Datum:
Veröffentlicht: 11.6.14
Von:
Birgit Rembiak

Thema „Gemeinsam wachsen“

21 Kinder gingen zur Erstkommunion.

Die 21 Kinder, die sich da zusammengefunden hatte, um in drei Gruppen von jeweils zwei Gruppenleiterinnen auf die Erstkommunion mit dem Thema „Gemeinsam wachsen“ vorbereitet zu werden, waren schon eine bunt gemischte Truppe: von kirchenvertraut bis „neugierig auf das Neue“, von still und zurückhaltend bis zappelig und ewig hungrig reichte das Spektrum. Doch gerade diese Vielfalt hat die Gruppenstunden sehr interessant gemacht und für uns wurde hautnah erfahrbar, was echte Gemeinschaft heißt: den anderen so zu akzeptieren wie er ist, ihm offen die Meinung zu sagen, ohne ihn auszugrenzen und schließlich auch Rücksicht zu nehmen auf die anderen.

Inhaltlich gab es bei den Gruppenstunden drei große Highlights: Eines davon war die Beichtvorbereitung, bei der jedes Kind seine Fehler auf einem Zettel notierte, diesen um einen mitgebrachten Stein wickelte, der dann in der Beichte als Zeichen für die Befreiung von der Schuld abgegeben wurde.

Ebenso fand die Geschichte von Zachäus großen Anklang. Die Kinder fanden es einfach cool von Jesus, dass der sich auf die Seite des ausgegrenzten, schuldbeladenen Zöllners stellte, auch wenn er damit die rechtgläubigen, „braven“ Leute vor den Kopf stieß. Die Kinder waren dann auch mit Feuereifer dabei, diese Bibel-Szene selbst nachzuspielen.

Höhepunkt der Vorbereitung war das gemeinschaftliche Brotbacken mit allen 21 Kommunionkindern. Zu erfahren, wie mühsam es ist, Weizenkörner mit einem Stein zu zermahlen, wie viel Spaß es macht, selbst einen Teig zu verarbeiten und wie lecker das selbst gemachte Brot schmeckt, gerade auch, wenn es in Gemeinschaft gegessen und geteilt wird, war ein ganz tolles Erlebnis.

Auch als Eltern konnten wir in dieser Zeit viel über unsere Kinder lernen. So haben wir uns beim Elternabend zum Thema „Sakrament der Versöhnung“ die Köpfe heiß geredet, wo unsere Kinder denn am besten zum ersten Mal beichten sollen, damit es für sie ein möglichst angenehmes, befreiendes Erlebnis wird: im Arbeitszimmer des Pfarrers oder in der Kirche. Einig waren wir uns nur dahingehend, dass es auf keinen Fall der Beichtstuhl sein solle, der wegen seiner Düsternis und Muffigkeit Ort gruseliger Kindheitserinnerungen von uns Eltern war. Bei der Feedback-Runde der Kinder in der letzten Gruppenstunde konnten wir dann aber nur staunen. Das Votum zum Thema Beichte reichte zwar von „total klasse“ bis hin zu „ganz ok, brauch ich aber nicht mehr“; nahezu einig waren sich die Kinder jedoch im Hinblick auf den Ort der Beichte: Der Beichtstuhl, der wäre ja viiiiieeel besser gewesen! ….

Es war berührend, die Kinder dann am 04. Mai 2014 festlich in die Kirche einziehen zu sehen und mit ihnen gemeinsam das Ziel ihrer Vorbereitungszeit zu feiern: den Empfang der Erstkommunion.

Rückblickend stelle ich fest: Die Zeit der Kommunionvorbereitung war für mich als Gruppenleiterin eine spannende, manchmal anstrengende, in jedem Falle aber sehr lehrreiche Zeit, in der ich viel von den Kindern und über sie gelernt habe. Und eine Zeit, die mir große Freude gemacht hat!!!