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Engelbert Rauh verabschiedet sich

Pfarrfest 2015
Datum:
Veröffentlicht: 29.7.15
Von:
Engelbert Rauh

Unser Pastoralreferent tritt ab September eine neue Stelle an

Für mich ist nun die Zeit gekommen, von Ihnen Abschied zu nehmen. Wie Ihnen ja bekannt ist, werde ich ab September als Personalreferent für die Pastoral- und Gemeindereferenten/innen im Erzbischöflichen Ordinariat in Bamberg arbeiten. Natürlich freue ich mich auf meine neue Aufgabe, die für mich nach 30 Jahren in der Gemeindepastoral eine große Herausforderung darstellt, in die ich meine langjährigen Erfahrungen als Theologe und Seelsorger einbringen und in den Dienst unserer Erzdiözese stellen möchte. Andererseits fällt mir der Abschied von Ihnen auch nicht ganz leicht, viele und vieles ist mir über die Jahre hinweg ans Herz gewachsen.

Liebe Apostelgemeinde,

für mich ist nun die Zeit gekommen, von Ihnen Abschied zu nehmen. Wie Ihnen ja bekannt ist, werde ich ab September als Personalreferent für die Pastoral- und Gemeindereferenten/innen im Erzbischöflichen Ordinariat in Bamberg arbeiten. Natürlich freue ich mich auf meine neue Aufgabe, die für mich nach 30 Jahren in der Gemeindepastoral eine große Herausforderung darstellt, in die ich meine langjährigen Erfahrungen als Theologe und Seelsorger einbringen und in den Dienst unserer Erzdiözese stellen möchte. Andererseits fällt mir der Abschied von Ihnen auch nicht ganz leicht, viele und vieles ist mir über die Jahre hinweg ans Herz gewachsen.

So möchte ich Ihnen jetzt zum Abschied leise „Servus“ sagen. „Servus“ ist ja eigentlich mehr als eine Abschiedsfloskel, heißt es doch wörtlich übersetzt: „Zu Diensten!“

Ihnen, der Apostelgemeinde, wollte ich als Theologe und Seelsorger zu Diensten sein. Deshalb habe ich auch meinen „Vorstellungsartikel“ in den Impulsen im Herbst 1991 mit dem Satz überschrieben: „Mit Ihnen zusammen möchte ich mich auf den Weg machen, Gemeinde Jesu Christi zu sein und zu werden: Eine Gemeinde, die die Frohe Botschaft immer wieder neu entdeckt, verkündet und feiert, die den einzelnen Menschen in seiner Bedürftigkeit ernst nimmt und die eine geschwisterliche Gemeinschaft stiftet.“

Zunächst war ich schwerpunktmäßig neben dem schulischen Religionsunterricht für Kinder-, Jugend- und Familienpastoral zuständig, dann wurde ich zum 1. September 1993 nach der „Wegheirat“ Wolfgang Schneiders zum „Ansprechpartner“ ernannt, d.h., erstverantwortlich für die Pastoral und Verwaltung war ich de facto mit der Leitung unserer Gemeinde und ihrer Kindertagesstätten beauftragt. Der damalige Pfarrer Franz Guth ließ sich als Letztverantwortlicher in großer Loyalität auf diese Konstellation ein, sein Nachfolger, Pfarrer Ewald Sauer ließ bei seinem Amtsantritt 2004 mit einer großen Portion an Vertrauensvorschuss diese Leitungsstruktur bestehen.

Die Apostelgemeinde sah in diesem Modell wohl eine Herausforderung und Chance zugleich. Bis auf den heutigen Tag finden sich immer wieder Gemeindemitglieder, die in den verschiedensten Gremien und Kreisen tatkräftig, kreativ und in konstruktiver Zusammenarbeit mit den Hauptamtlichen echte Mitverantwortung für die Gemeinde übernehmen.

In der Zusammenarbeit mit Ihnen allen durfte ich erfahren, dass wirklich der größte Reichtum der Kirche die Menschen sind, die in ihr Leben und Glauben miteinander teilen und ihre Fähigkeiten und Begabungen selbstlos und mit bewundernswerter Selbstverständlichkeit zum Aufbau der Gemeinde einbringen.

Ganz besonders gefallen hat mir an unserer Apostelgemeinde, wie wir hier immer wieder miteinander darum gerungen haben, was es denn heißt „Kirche in der Welt von heute“ zu sein, wie wir miteinander mit Kreativität und Phantasie nach immer wieder neuen Wegen gemeinsam gesucht haben, der Frohen Botschaft mitten unter uns einen Weg zu bereiten.

Und wenn sich mal ein Weg als Holzweg erwies, hatten wir auch den Mut, etwas wieder bleiben zu lassen.

Es war mir wirklich eine Freude, hier in der Apostelkirche als Pastoralreferent arbeiten zu dürfen. Die freundschaftliche Zusammenarbeit mit den Ehrenamtlichen, meinen hauptamtlichen Mitarbeitern in der Apostelkirche, Erika Wurzschmitt, Lieve Van Driessche, Heidi Reichert und Marius Pitters wie auch in unserem Pastoralteam, sowie auch die gute, geschwisterliche ökumenische Zusammenarbeit mit der Martin-Luther-Kirche gaben mir viel Kraft.Ihnen und euch allen dafür ein ganz herzliches Vergelt’s Gott. Sollte ich jemand verletzt haben, bitte ich um Verzeihung.

Der Apostelgemeinde, dem ganzen Seelsorgebereich Erlangen-West und dem neuen Pastoralteam wünsche ich von ganzem Herzen den Zauber, der bekanntlich jedem Anfang innewohnt, sowie Gottes Segen und Begleitung.

Servus,
Ihr Engelbert Rauh