Die evangelische Maria

Pfarrerin Haeßler predigt in der Maiandacht

Anhand verschiedener Marienbildern, wie sie vielen Menschen bekannt sind, führte Frau Pfarrerin Haeßler aus, was Maria für sie als evangelische Frau und Pfarrerin bedeuten, welche Bilder ihr gut tun und ihren Glauben stärken und welche bei ihr Fragen auslösen:
Maria als Mutter, die Wärme, Fürsorge und Zuwendung ausstrahlt. Ein Bild in dem man sich als Frau und gerade auch als Mutter gut wieder finden kann.
Maria als Himmelskönigin – Ein ehr schwieriges Bild, da es Maria von der Erde, auf der sie Glaube, Hoffnung und Trost spendet, entrückt.
Maria, die Trauernde – Die Mutter die Ihren toten Sohn in Armen hält, ist für viele, die Leid zu tragen haben, ein Trost und Hoffnungsbild.
Maria, die Prophetin – Bei der Begegnung mit Elisabeth stimmt Maria einen Lobgesang auf Gott an, das Magnifikat. Damit wird sie zur Visionärin und Prophetin für die Armen und Unterdrückten.
Maria als Fürbitterin – Ein Bild, das die Frage aufwirft: Warum? Nach evangelischem Verständnis ist Christus alleine Mittler.
Maria Verkündigung – Hier sollte nicht das Bild der Demut im Vordergrund stehen, sondern das Bild von Maria als Hörende und Glaubende. Eine Frau, die offen ist für das, was Gott ihr sagt, die ihm vertraut.
Es ist also die irdische, die menschliche Maria, die Frau Haeßler nahe ist. Maria die Mütterliche, die Trauernde, die Prophetin, die Hörende und Glaubende. Die Ihren Glaubensweg geht und so auf ihren Sohn Jesus hinweist.
Auch Martin Luther sagt über Maria:
„Sie ist mir lieb, die werte Magd."
Zum Abschluss ihrer Predigt stimmte Frau Haeßler zusammen mit der Gemeinde ein evangelisches Marienlied an, das sie auf der Gitarre begleitet.
Außerdem regte sie eine Gesprächsreihe an, um miteinander über die verschiedenen Marienbilder ins Gespräch zu kommen.

