Der Darm – mehr als nur ein Organ
Apothekerin und Fachberaterin zur Regulationspharmazie Jennifer Feilner gab am 12. Oktober 2018 im Gemeindezentrum St. Xystus mit ihrem Gesundheitsreferat „Der Darm – mehr als nur ein Organ“ einen Überblick über unsere Darmgesundheit. Mit fast 60 Teilnehmern waren die Plätze im großen Saal gut belegt und haben offensichtlich den Nerv des weiblichen Publikums getroffen – nur sechs männliche Gäste informierten sich über dieses Thema. Der Darm ist eines der wichtigsten Organe in unserem Körper und weit mehr als nur ein Verdauungsorgan für die Nahrungsmittelaufnahme und Ausscheidung. Ein Ungleichgewicht im Darm und besonders der darin lebenden Bakterien ist der Schlüssel zu unserem körperlichen und seelischen Wohlbefinden. Gute Abwehrkräfte, mentale Balance, eine gesunde Haut, sportliche Leistung und Energie im Alltag und noch vieles mehr hängt vom Gleichgewicht des Ökosystems Darm ab.
Jennifer Feilner zeigte uns in ihrem knapp einstündigen Vortrag, wie die Darmgesundheit verbessert und erhalten werden kann. Sie referierte über gute und schlechte Bakterienstämme im Darm, über den Nutzen der natürlichen Darmflora als Schutzfunktion oder für die Verdauung und gab Tipps für eine gesunde Ernährung. Die Basis hierfür sind Obst und Gemüse, protein- und ballaststoffreiche Lebensmittel sowie fermentierte Produkte. Regelmäßige Bewegung sowie die Vermeidung von chronischem Stress unterstützen ebenfalls die Darmgesundheit. Personen mit einem hohen Fleischkonsum, hohem Anteil an gesättigten Fetten sowie erheblichem Alkohol- und Zuckerkonsum sind dagegen eher für Erkrankungen im Magen-Darm-Trakt anfällig.
Im zweiten Teil des Vortrages sprach die Referentin über naturheilkundliche Präventionsmaßnahmen zur Darmsanierung, zur Regulierung des Säure-Basen-Haushalts und zur Entgiftungstherapie mittels Heilfasten und Entschlackungskuren. Hierzu stellte sie uns etwa zwei Dutzend Produkte aus ihrer Apotheke vor, die vor allem auf eine sanfte und langfristige Verbesserung der Darmgesundheit ausgerichtet sind (Schüssler Salze, Probiotische (nützliche) Bakterien, Kräuter, etc.). Geduld ist hier gefragt: Kuren für eine Darmsanierung können bis zu fünf Monate dauern – in der Regel beteiligen sich die Krankenkassen auch nicht an den Kosten. Nach dem Vortrag stand die Referentin für praxisorientierte Fragen und individuelle Ratschläge zur Verfügung. Der Abend zeigte uns anschaulich und allgemein verständlich, was der Darm alles kann und was er für unsere Gesundheit bedeutet, gepaart mit wertvollen Informationen zur Erhaltung unserer Darmgesundheit. Herzlichen Dank an Jennifer Feilner! Ein herzliches Dankeschön auch an Martina Burkard und Lydia Bauer für die Organisation und die Auswahl des Gesundheitsthemas, das in der Öffentlichkeit doch eher tabuisiert wird.