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Brieftaube zum Ostermontag

Osterei
Datum:
Veröffentlicht: 13.4.20
Von:
Beate Herrmann

Post für Kinder zu Hause, zum Vorlesen und Mitmachen

Frohe Ostern, liebe Kinder! Wie schön, dass meine Brieftaube euch am Ostermontag heute erreicht hat! Auch wenn sich für euch vielleicht so mancher Tag gerade gleich anfühlt, heute ist ein besonderer Tag und den möchte ich mit euch feiern, auch von zuhause aus! Es ist Ostern und da muss ich euch einfach meine Geschichte erzählen, denn sie ist nicht nur meine Geschichte, sie gehört allen Menschen, die an Jesus glauben.

Frohe Ostern, liebe Kinder!

Wie schön, dass meine Brieftaube euch am Ostermontag heute erreicht hat!

Auch wenn sich für euch vielleicht so mancher Tag gerade gleich anfühlt, heute ist ein besonderer Tag und den möchte ich mit euch feiern, auch von zuhause aus!

Es ist Ostern und da muss ich euch einfach meine Geschichte erzählen, denn sie ist nicht nur meine Geschichte, sie gehört allen Menschen, die an Jesus glauben.

Heute beginnt die 5.te Woche, in der ihr zuhause seid. Mitten in den Osterferien seid ihr angekommen, habt schon viel Zeit zuhause verbracht, Schulaufgaben und Lernen von daheim aus, den ganzen Tag die Familie um sich haben. Ungewohnt, vieles schön, und vieles schwer.

Ich hab mal auch so eine Zeit erlebt, da war ich regelrecht eingeschlossen daheim. Da habe ich mich für viele Tage nicht herausgetraut aus meinem Zuhause. Es war kein Virus, so wie bei euch in diesen Tagen, aber ich hatte auch Angst, schreckliche Angst sogar. Denn ich bin einer von Jesus Freunden gewesen, mein Name ist Kleopas.

Ich habe alles hautnah miterlebt, was mit Jesus in Jerusalem passiert ist. Als er gefangen genommen und ans Kreuz geschlagen wurde.

Und wir alle, seine Freunde, Männer und Frauen, dachten, dass nun alles vorbei sei, wovon wir geträumt hatten.

Wir hatten es uns so schön ausgemalt, wir haben davon geträumt, dass Jesus wirklich die Welt verändern könnte, dass er ein ganz neuer König werden wird, und dass es dann auf der Welt weder Streit noch Krieg, weder Ungerechtigkeit. noch Not geben würde. Alle Menschen würden gut und glücklich zusammenleben.

Nun waren wir niedergeschlagen, alle Hoffnungen waren wie zerstört.

Alles erschien uns trostlos und dunkel, wir waren richtig verzweifelt und hatten Angst, dass man uns auch gefangen nehmen und töten würde. Und so saßen wir hinter verschlossenen Türen und wagten uns nicht auf die Straße. Ich weiß gar nicht mehr, wieviel Zeit vergangen ist, aber es kam uns unendlich lang vor, vielleicht gerade wie euch auch.

Aber irgendwann haben es ein Freund und ich nicht mehr länger ausgehalten.

Was half es, sich zu verstecken und über etwas zu weinen, das nicht mehr zu ändern war? Die anderen wollten uns zurückhalten: „Bleibt doch“, sagten sie, „hier seid ihr sicher“.

Aber wir sind trotzdem gegangen, wir wollten zurück nach Emmaus, in die Stadt, aus der wir stammten.

Wir gingen schnell, und ohne uns umzuschauen, damit niemand uns aufhalten konnte.

Aber darum bemerkten wir auch den fremden Mann nicht.

Er ging plötzlich neben uns her. Er sprach uns an und wollte wissen, was in Jerusalem geschehen sei. Wir sagten zu ihm: „Bist du der einzige hier der nicht weiß, was in diesen Tagen in Jerusalem passiert ist?" Er fragte uns: „Was denn?“

„Na, das mit Jesus von Nazareth. Er war ein Prophet. Ein großer Prophet. Er hat den Blinden die Augen geöffnet, die Traurigen hat er aufgerichtet, in seiner Nähe war Frieden. Wir hatten gehofft, er sei der Erlöser, er würde unser König sein. Doch unsere Führer und Hohenpriester haben ihn verurteilt und ans Kreuz schlagen lassen. Das war vor drei Tagen. Und stell dir vor: Am ersten Tag der Woche, früh morgens, war das Grab, in das man ihn gelegt hatte, leer - einfach leer!

Zuerst hat es uns eine Frau erzählt. Dann haben es einige Freunde von uns selbst gesehen. Aber Jesus selbst sahen sie nicht. Und jetzt sind wir ganz traurig."

Aber der Fremde, der mit uns ging begann nun zu sprechen:

„Ja habt ihr denn nicht gelesen, was in den alten Schriften steht? Habt ihr denn nicht zugehört in den Synagogen? Wusstet ihr denn nicht, dass euer Messias all das erleiden musste, bevor er zu Gott in den Himmel geht?“

Wir staunten! Woher wusste der Fremde so gut Bescheid? Es tat uns gut, seine Worte zu hören, und es brannte uns das Herz in unserer Brust.

Während der Fremde noch erzählte und uns den Sinn der heiligen Schrift erschloss, kamen wir in Emmaus an. Weil es schon dunkel wurde, baten wir den Fremden, bei uns zu bleiben und mit uns zu essen.

Und er kam herein und setzte sich an unseren Tisch.

Und wir haben ihn nicht erkannt! Er ist neben uns gegangen und hat mit uns geredet und wir haben ihn nicht erkannt!

Wer es war, fragt ihr euch?

Es war Jesus! Wirklich und wahrhaftig.

Wir saßen zusammen am Tisch. Er nahm das Brot, brach es auseinander und gab es uns, so, wie er es immer getan hatte.

In diesem Augenblick ging uns das Herz auf, die ganze Zeit schon hatten wir so ein warmes Gefühl in uns, als er mit uns redete und jetzt konnten wir vor lauter Glück keine Worte finden.

Da erinnerten wir uns an das, was er zu uns gesagt hatte: „Ich werde auferstehen, ich bin euch bis ans Ende der Welt.“

Erklären kann ich es euch nicht, aber erzählen muss ich euch davon, genauso wie unseren Freunden damals, denn wir sind noch in der selben Stunde aufgebrochen zurück nach Jerusalem, denn alle sollten es wissen:

Jesus lebt, er war bei uns auf unserem Weg nach Emmaus und er ist seitdem auf jedem Weg mit uns unterwegs,

es war nicht aus und vorbei mit unserer Hoffnung, mit unseren Träumen.

Auf Jesus zu setzten war genau das richtige.

Von da an verbreitete sich diese Botschaft um die ganze Welt, bis hin zu euch in euer zuhause,

denn eine Geschichte wie diese geht nie zu Ende,

sie geht weiter, mit mir, mit dir, mit uns,

weil Jesus mitgeht, mit jedem von uns, egal wohin, egal was wir tun,

auch heute.

Euer Kleopas aus Emmaus

Gebet

Guter Gott,

wir dürfen Ostern feiern.

Dein Sohn ist auferstanden,

die Jünger von Emmaus haben erfahren, dass Jesus mit ihnen geht.

Auch uns versprichst du alle Tage unseres Lebens an unserer Seite zu sein.

Hilf uns darauf zu vertrauen, so wie Kleopas darauf vertraut hat

Und lass uns heute Lebensfreude und Hoffnung spüren.

Amen.

Vater unser

Vater unser im Himmel

Geheiligt werde dein Name.

Dein Reich komme.

Dein Wille geschehe.

Wie im Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute.

Und vergib uns unsere Schuld,

wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung

Sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich, und die Kraft und die Herrlichkeit

In Ewigkeit,

Amen.

Segen

Gottes Nähe sei bei uns, bei allem was wir tun.

Gottes Nähe begleite uns auf all unseren Wegen.

Gottes Nähe mache uns gelassen in unruhigen Zeiten.

Gottes Nähe schenke uns ein fröhliches Herz

So segne und behüte uns Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.

Amen

Bastel- und Gestaltungsidee:

  • Am Ostermontag steht für viele Familien die Ostereiersuche an, ob im Garten oder in der Wohnung, macht euch heute mal auf die Suche, vielleicht haben eure Eltern da gute Verstecke ausgesucht.
  • Traditionell machen viele Familien am Ostermontag einen Spaziergang, eine Erinnerung an den Weg der Jünger von Emmaus, vielleicht könnt ihr ein Bild davon machen und was ihr auf eurem Weg alles Schöne entdecken konntet.
  • Viele Zeichen erinnern uns in diesen Tagen an Ostern: Ostereier, Osterhase, Lamm
    Ihr könnt gerne dazu malen, im Internet gibt es auch viele schöne kostenlose Malvorlagen und Mandalas dazu.
  • Natürlich darf auch heute die (vielleicht selbst gebastelte) Osterkerze wieder brennen, macht es euch Abends oder am Tisch miteinander drum herum gemütlich und denkt daran, Jesus ist auch in diesem Augenblick mitten unter uns, so wie bei den Jüngern von Emmaus.
  • Was begeistert euch und schenkt euch Lebensfreude? Gerne könnt ihr der Brieftaube davon in einem eigenen Brief erzählen oder davon malen, so können wir auch andre mit unserer Osterfreude anstecken.

Wollt ihr eure tollen Ergebnisse andere sehen lassen? Dann schickt sie uns wieder zu, wir stellen sie auf unseren Homepages wieder ein.

basteln@ej-frauenaurach.de oder beate.herrmann@erzbistum-bamberg.de