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Aufruf zum Gebet und zur Fürbitte für die Bewahrung des Friedens

Datum:
Veröffentlicht: 4.9.19
Von:
ds, Homepage der Erzdiözese

Nie wieder!

Anlässlich des Beginns des Zweiten Weltkriegs vor 80 Jahren am 1. September 1939 hat Erzbischof Ludwig Schick die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im pastoralen Dienst des Erzbistums Bamberg dazu aufgerufen, am Wochenende vom 31. August und 1. September in allen Gottesdiensten für die Bewahrung des Friedens zu beten sowie Fürbitte in diesem Anliegen zu halten. Die Aktion soll eine gemeinsame Erklärung der polnischen und der deutschen Bischöfe unterstreichen, die an die Folgen des Zweiten Weltkriegs erinnern will und ein Aufruf sein soll: "Nie wieder!".

Anlässlich des Beginns des Zweiten Weltkriegs vor 80 Jahren am 1. September 1939 hat Erzbischof Ludwig Schick die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im pastoralen Dienst des Erzbistums Bamberg dazu aufgerufen, am Wochenende vom 31. August und 1. September in allen Gottesdiensten für die Bewahrung des Friedens zu beten sowie Fürbitte in diesem Anliegen zu halten. Die Aktion soll eine gemeinsame Erklärung der polnischen und der deutschen Bischöfe unterstreichen, die an die Folgen des Zweiten Weltkriegs erinnert und ein Aufruf sein soll: "Nie wieder!". 

Im Folgenden finden Sie den Brief von Erzbischof Ludwig Schick:

"Liebe Mitbrüder im priesterlichen und diakonischen Dienst,
verehrte pastorale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
liebe Beauftragte für die Wort-Gottes-Feiern!

Gemeinsam haben die polnischen und deutschen Bischöfe eine Erklärung zum Beginn des Zweiten Weltkrieges vor 80 Jahren veröffentlicht. Dieser begann mit der Bombardierung der Stadt Wielun in der Nacht des 1. Septembers 1939. Er raubte unzähligen Menschen das Leben, zerstörte Städte, Dörfer und ganze Landstriche, richtete ein Chaos in Europa und in der ganzen Welt an. Während und nach dem Krieg wurden Millionen Menschen aus ihrer Heimat vertrieben und unendlich viele menschliche Beziehungen zerstört. Die Folgen des Zweiten Weltkrieges sind auch heute noch gegenwärtig und zu spüren.

Die gemeinsame Erklärung will an den Zweiten Weltkrieg und all seine schrecklichen Folgen erinnern und zugleich ein Aufruf sein zu: „Nie wieder!“ Diese Erinnerung soll auch eine „Quelle der Inspiration“ für den Erhalt des Friedens bei uns und die Beendigung aller Kriege weltweit sein. Der Friede ist immer ein zerbrechliches Gefäß, das geschützt und bewahrt werden muss. Derzeit gibt es sogar verstärkt Tendenzen und Ereignisse in Deutschland, in Polen und in verschiedenen Ländern, die den Frieden gefährden. Dazu gehören populistisches Gedankengut und Äußerungen, die die unveräußerliche Würde eines jeden Menschen, unabhängig von Ethnie, Hautfarbe und Herkunft, sowie die Grundrechte für alle Menschen infrage stellen oder die die eigene Nation höher werten als andere. Diese stellen Gefährdungen des Friedens dar. Wir müssen gegen solche Haltungen und Tendenzen Widerstand leisten und alles tun, um sie zu beseitigen.

Im Schlussteil des gemeinsamen Wortes rufen die Bischöfe dazu auf, dass an diesem Wochenende, 31. August und 1. September, in allen Gottesdiensten für die Bewahrung des Friedens gebetet wird sowie dafür, dass alle Kriege und Konflikte in der Welt überwunden werden.

Ich bitte Sie, in allen Gottesdiensten am Samstag und Sonntag Fürbitte in diesem Anliegen zu halten. Beten Sie auch in Ihren persönlichen Gebeten um den Frieden in der ganzen Welt. Verbreiten Sie durch Wort und Tat Freude am Frieden und setzen Sie sich gegen Gewalt, auch gegen gewalttätige Worte, ein. Erweisen Sie sich in Ihrem sozialen und politischen Einsatz auf allen Ebenen und mit allen Möglichkeiten als Förderer des Friedens bei uns, in Europa und in der ganzen Welt.

Ich wünsche Ihnen einen gesegneten Sonntag und grüße Sie herzlich. Richten Sie auch an alle Gottesdienstteilnehmerinnen und -teilnehmer herzliche Grüße von mir aus und geben Sie meinen Wunsch weiter: Friede und Heil sei mit uns allen!

Mit herzlichen Grüßen

Ihr Dr. Ludwig Schick
Erzbischof von Bamberg