Adventzeit - eine besondere Zeit im Jahr

Sich auf den Weg zur Krippe zu machen und sich ernsthaft auf das Fest von Christi Geburt vorzubereiten, das ist heutzutage nicht mehr so selbstverständlich. Aber für viele der Gläubigen in unseren Gemeinden hat die Adventszeit nichts an Bedeutung und Freude verloren – sicher aus ganz unterschiedlichen persönlichen Gründen.
Wir wollen die (Vor)-freude und Vorbereitung für uns alle sichtbar werden lassen und laden Sie ein, jeden Tag im Advent in unserem „Adventskalender“ von der Vielfalt der Beweggründe zu lesen, die unsere Gemeindemitglieder auf die Frage „Gemeinsam auf dem Weg zur Krippe – warum bin ich dabei?“ gegeben haben.
Unser heutiger erster Text ist von Eva Kriemann:
Die Adventzeit ist für mich eine besondere Zeit im Jahr. Stimmungsvoll, wenn es draußen dunkel und kalt ist und im Wohnzimmer warm und heimelich. Viele Lichter brennen und Martini, Barbara, Nikolaus oder Luzia stimmen mich schon auf Weihnachten ein. Die Zweige am Adventkranz, Gewürze wie Zimt, Kardamom, Nelken und vertraute Zeilen wie ‚Advent, Advent ein Lichtlein brennt‘ wecken Jahr für Jahr Erinnerungen an früher.
Reiseerinnerungen werden wach, ich denke an die Hirtenfelder nahe Betlehem. Eine total andere Stimmungslage. Felsen, Sand, Gestrüpp, eine unwirtliche Gegend. Schwer vorstellbar, wie ein Engelschor den Hirten das Gloria hier verkündet hat welches für uns unbedingt zu Weihnachten gehört.
Dann die Frage: Warum bin ich auf dem Weg zur Krippe? Jahr für Jahr? Ist es Gewohnheit? Ist es Brauchtum? Eine Entscheidung?
Ja – für mich gehört alles zusammen. Es ist alles Erlebte und Vertraute, das mein Herz, meine Sinne öffnet für die Geburt Jesu. Für das Wiederkommen Jesu auch (hoffentlich) in mir. Und dass hier der Weg nicht endet sondern bis zum Kreuz und zur Auferstehung weiter führt.