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Abschiedsgedanken von Pfarrer Kiliroor

Datum:
Veröffentlicht: 30.8.22
Von:
Andreas Ortmann
Ich möchte Ihnen und euch allen, besonders denjenigen, die durch ihre Nähe, Mitarbeit und Hilfe meinen Dienst leichter gemacht haben, herzlichst Danke und Vergelt’s Gott sagen. Danke sagen möchte ich auch für das gute und fruchtbare ökumenische Miteinander, das ich in all den Jahren in Baiersdorf erfahren durfte. Auch der Stadt Baiersdorf danke ich sehr für die gute Zusammenarbeit. Wir bleiben in der Liebe und im Gebet miteinander verbunden.

Abschiedsgedanken von Pfarrer Kiliroor

Eine lange Zeit des pastoralen Dienstes in St. Josef Baiersdorf und St. Marien Hagenau geht zu Ende.

23 Jahre, fast die Hälfte meines priesterlichen Dienstes und so lange wie keiner meiner priesterlichen Vorgänger, war ich hier in Baiersdorf. In den letzten 10 Jahren betreute ich auch noch Maria Heimsuchung Bubenreuth und St. Elisabeth Möhrendorf. Diese Zeit hat mich unheimlich bereichert. Für die zahlreichen Initiativen, Begegnungen und Kontakte bin ich von Herzen dankbar. Viel Liebe, Mitarbeit und Zusammenhalt habe ich erfahren. Was wir im Johannesevangelium 10, 10 lesen über die Sendung von Jesus „Damit sie das Leben haben und es in Fülle haben“, ist das Motto meines Priesterlebens. Ich habe versucht, dies in meinem Dienst zu realisieren und mögliche Hilfe dazu zu geben, so dass die mir Anvertrauten das Leben haben und es in Fülle haben. Durch mich und mit mir haben Sie, liebe Brüder und Schwestern, die Weltkirche, vor allem die indische Syro-Malabarische Kirche, etwas näher kennengelernt. Viele Priester aus meinem Heimaterzbistum machten ihre ersten Schritte in der Seelsorge hier in Baiersdorf. Viele indische Ordensschwestern kamen in unsere Kirche zu besonderen Gottesdiensten. In der Liturgie und in Festen und Feiern durften wir Internationalität erfahren. Ich denke an Syro-Malabarische Gottesdienste, den internationalen Kreuzweg, an Rosenkränze, gestaltet von nationalen Gruppen der Pfarrei, den Tag der Nationen, an Indische Kulturtage, Sternsingeraktionen und Projektunterstützung in verschiedenen Ländern. Durch die Einbeziehung der Gruppen, Gremien und Vereine haben wir viel bewegt. Ich erinnere mich an die über ein ganzes Jahr verteilten Feierlichkeiten des Goldenen Jubiläums der Pfarrei oder die jährlichen Erstkommunionfeiern, unsere Pfarrfeste, Altötting- u. Gößweinsteinwallfahrten, Segnungsgottesdienste für Ehejubilare, Jubelkommunion- und Heilungsgottesdienste, Fronleichnamsfest, Ökumenische Schulgottesdienste. Das alles waren „High Lights“ unseres Pfarrlebens. Auf unsere zwei Kindertagesstätten können wir stolz sein. Die Verantwortung auf so viele Schultern wie möglich zu verteilen und neue Mitarbeiter/innen zu finden, war meine Arbeitsweise. So viele Talente kamen dadurch zum Vorschein. Mir war es keine Last, sondern eine Freude, mich Tag und Nacht dafür einzusetzen. Die Blumen und Pflanzen im Pfarrgrund boten mir eine erfreuliche Abwechslung. Am Anfang meiner Zeit hier, als ich durch den Friedhof ging, die Grabsteine/Urnenwände betrachtete, waren die Inschriften auf den Grabsteinen nur Namen. Nun aber, wenn ich die Namen lese, sind sie Personen, die ich gekannt, begleitet und beerdigt habe. Die Zeit ist gekommen, sich als 75-Jähriger von der aktiven Pfarrpastoral zu verabschieden. Allerdings fühle ich mich weder verbraucht noch ausgelaugt. Wie Sie inzwischen mitbekommen haben, werde ich im Pfarrhaus von Troschenreuth/Pegnitz zur Miete wohnen und das dortige Seelsorgeteam durch meinen Subsidiardienst, so weit es möglich ist, unterstützen. Seien Sie herzlich willkommen in Troschenreuth. Ich möchte Ihnen und euch allen, besonders denjenigen, die durch ihre Nähe, Mitarbeit und Hilfe meinen Dienst leichter gemacht haben, herzlichst Danke und Vergelt’s Gott sagen. Danke sagen möchte ich auch für das gute und fruchtbare ökumenische Miteinander, das ich in all den Jahren in Baiersdorf erfahren durfte. Auch der Stadt Baiersdorf danke ich sehr für die gute Zusammenarbeit. Wir bleiben in der Liebe und im Gebet miteinander verbunden.

Ihr/Euer Pfarrer Msgr. Dr. Mathew Kiliroor