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Rundgang durch die Pfarrkirche

Maria Heimsuchung

Es freut uns, dass Sie sich für unsere Kirche interessieren. Kommen Sie nun mit auf einen kleinen Rundgang durch die katholische Pfarrkirche von Bubenreuth.

Bei dem Rundgang erfahren Sie mehr über den Altarraum, das Kirchenschiff und die Fensterbilder. Wir machen einen Abstecher in die Taufkapelle und besteigen dann den Glockenturm.

Altarraum

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In die Altarwand aus Travertin, ist in der Mitte der Tabernakel eingefügt. Die goldene Vorderwand schmücken unregelmäßig 12 große Steine (vgl. Offenbarung des Johannes 21, 15-21).

Den Blickfang bildet allerdings das große goldene Kreuz über dem Tabernakel. Rings um den Korpus sind hier ebenfalls große rote Steine eingelassen, welche für die Wundmale Christi stehen.

Das obere Ende der Altarwand wird durch ein 1,5 m hohes Reliefband abgeschlossen, das das Bildmotiv musizierender Engelschöre zeigt. Die Chöre bringen ihren Lobgesang für Gott mit verschiedenen Intrumenten dar, teils mit solchen, die tatsächlich auch von Bubenreuther Musikintrumentenbauern hergestellt werden können: Violinen, Celli, Bratschen, Gitarren etc.

Altar

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In der massiven Platte aus dunklem Marmor, die auf dem breiten, tischförmigen Altar liegt, befinden sich seit der Weihe durch den Bamberger Erzbischof Dr. Dr. Josef Schneider am 12.03.1967 Reliquien der römischen Märtyrerheiligen Clemens, Faustus und Amandae.

In der Vorderwand des Altares sind Darstellungen eingemeißelt: Das Opfer des Abel (vgl. Genesis 4), des Stammvaters Abraham (vgl. Genesis 22) und des Priesterkönigs Melchisedek (vgl. Genesis 14 und vgl. Hebräerbrief 7) Persönlichkeiten des Glaubens, wie sie im 1. Hochgebet der Messe genannt werden: „Darum, gütiger Vater, feiern wir … das Gedächtnis deines Sohnes. unseres Herrn Jesus Christus. …bringen wir dir … das Brot des Lebens und den Kelch des ewigen Heiles. … Nimm sie an wie einst die Gaben deines gerechten Dieners Abel, wie das Opfer unseres Vaters Abraham, wie die heilige Gabe, das reine Opfer deines Hohenpriesters Melchisedek.“

Ambo

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Auf der linken Seite unserer Pfarrkirche befindet sich der Ort der Verkündigung der biblischen Botschaft, der Ambo. Dieser ist aus dem gleichen Marmor wie auch die Altarplatte und der Taufstein gearbeitet. Die auf der Vorderfront eingemeißelten Motive zeigen die Ausgießung des Heiligen Geistes auf Maria und die Jünger Jesu (s. Apostelgeschichte 2).

Geschaffen wurden die Werke (Altar, Ambo, Taufstein, Reliefband über dem Tabernakel) in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts von dem Kronacher Bildhauer Heinrich Schreiber.

Osterkerzenleuchter

Während der Osterzeit steht im Altarraum der 1,5 m hohe Osterleuchter in Bronze mit der jeweiligen Osterkerze. 1980 durch den Münchner Salvatorianer Prof. Ivo Schaible geschaffen, zeigt der Leuchter verschiedene christliche, jüdische und heidnische Symboldarstellungen der Auferstehung.

Gottesmutter Maria

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An der Wand neben dem Ambo blickt auf die Besucher des Gotteshauses ein mit 2,4 m Höhe überlebensgroßes Bildnis der Patronin, der Gottesmutter Maria mit dem Kind, herab, das der Bildhauermeister Josef Schäfer aus Oberwiesenbrunn geschaffen hat. In den Monaten Mai und Oktober wird vor dem Marienbildnis ein 1,80 m hoher und wie ein Rosenstrauß gestalteter Leuchter für 15 Kerzen, geschmiedet von der Firma Gerlach in Hagenau, aufgestellt.

Priestersitz

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Der Priestersitz mit einer außergewöhnlich hohen Rückwand, auf dessen Mitte ein Ebenholzbild mit dem Motiv des „lehrenden Christus“ angebracht ist, befindet sich auf der rechten Seite des Altarraums.

Kirchenschiff

1. Die zur Mitte hin durchhängende Deckenkonstruktion, welche eine hervorragende Akustik bietet, wird gehalten von mehreren einfachen Betonpfeilern. Die 12 Säulen im Bereich des Kirchenschiffes sind mit „Apostelsteinen“ aus Travertin versehen.

2. Die einzelnen Steine sind jeweils mit dem Symbol eines Apostels versehen und symbolisieren so die Apostel als Säulen der Kirche (s. Galaterbrief 2,9). Die Kerzen auf den Steinen werden an Festtagen angezündet und umschließen dann gewissermaßen als Lichtband den Altar und die feiernde Gemeinde.

Das unterhalb der Seitenfenster hervorspringende Band um die Kirche gleicht einem Weg, an dem (darunter angebracht) die Kreuzwegstationen Jesu hervortreten. Die Bronzedarstellungen stammen von der Firma Brandner aus Regensburg.

3. Im rückwärtigen Teil der Kirche befinden sich unweit des Beichtstuhls eine Darstellung der schmerzhaften Muttergottes, der „Pieta“, (unbekannter Herkunft), ein gotisches Reliquiar (unbekannter Herkunft) mit einer Reliquie des heiligen Johannes Nepomuk, des Patrons von Böhmen, in einem kunstvollen schmiedeeisenen Wandkästchen, sowie eine lebensgroße Statue des heiligen Antonius von Padua.

4. Im rückwärtigen Teil der Kirche befinden sich unweit des Beichtstuhls eine Darstellung der schmerzhaften Muttergottes, der „Pieta“, (unbekannter Herkunft), ein gotisches Reliquiar (unbekannter Herkunft) mit einer Reliquie des heiligen Johannes Nepomuk, des Patrons von Böhmen, in einem kunstvollen schmiedeeisenen Wandkästchen, sowie eine lebensgroße Statue des heiligen Antonius von Padua.

4 Bilder

Fensterbild und Seitenfenster

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Die Rückwand der Kirche, oberhalb der geräumigen Empore, welche leicht einen großen Chor aufnehmen kann, ziert ein großes Fensterbild. Von einem Münchner Künstler sind hier fünf Berichte über Maria aus der heiligen Schrift aufgeführt. Die fünf Fenster sind zu einem Kreuz zusammengefasst:

Links: Die Verkündigung der Geburt Jesu durch den Engel
Unten: Die Begegnung von Maria mit ihrer Cousine Elisabeth (= Maria Heimsuchung, das Patrozinium unserer Pfarrkirche)
Rechts: die Geburt Christi

Die Rückwand der Kirche, oberhalb der geräumigen Empore, welche leicht einen großen Chor aufnehmen kann, ziert ein großes Fensterbild. Von einem Münchner Künstler sind hier fünf Berichte über Maria aus der heiligen Schrift aufgeführt. Die fünf Fenster sind zu einem Kreuz zusammengefasst:

Links: Die Verkündigung der Geburt Jesu durch den Engel
Unten: Die Begegnung von Maria mit ihrer Cousine Elisabeth (= Maria Heimsuchung, das Patrozinium unserer Pfarrkirche)
Rechts: die Geburt Christi
Mitte: die sieben Schmerzen Mariens dargestellt als mit dem Kreuz (= das Schwert) durchbohrtes Herz, das von einer Dornenkrone umgeben wird und von dem 7 Blutstropfen abwärts fallen
Oben: Die mit der Sonne bekleidete apokalyptische Frau (s. Offenbarund des Johannes 12)

Das in Blau, der Farbe des Glaubens, gefasste Glaskunstwerk an der Rückwand unserer Kirche wird umrahmt von den seitlichen Fenstern der Nord- und Südseite. In jenen hochgezogenen, schmalen Fenstern ist jeweils ein farbiger Mittelstreifen eingefasst. Die Farben symbolisieren den Weg zu Christus:

von hinten in blau und violett: Wir kommen aus der Welt durch die Buße…
zur Mitte gelb: …in das helle Licht der Kirche…
nach vorne rot: … zu Christus dem Herrn und König!

Taufkapelle

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Der Sakristei gegenüber an der Nordseite der Kirche befindet sich die Taufkapelle.

In der Mitte des sechseckigen Raumes befindet sich der Taufstein. Der blanke Marmor des Taufsteines ist verziert mit Symbolen: Kerze, weißes Kleid, Kreuz (Glaube), Anker (Hoffnung) und Herz (Liebe), Tempel des hl. Geistes.

Der Bronzedeckel zeigt ein Zeichen der Dreifaltigkeit: Vom Kreisrand führen drei geschwungene Linien zur Mitte und am Knauf sieht man die Schöpferhand, das
Kreuz und die Taube. 

Eine Kostbarkeit in der Taufkapelle ist die in einem durchsichtigen Wandtresor aufbewahrte Marienikone mit dem Titel „Maria mit der Rose“, die anlässlich des 40. Priesterjubiläums von Pfarrer Wilhelm Pilz gestiftet wurde.

In der Taufkapelle werden auch die Werktagsgottesdienste gefeiert. Von der Taufkapelle aus führt die linke Seitentür zum Beichtgesprächszimmer.

Vertriebenenmahnmal

VERTRIEBENENMAHNMAL

Im Hof der Pfarrkirche Maria Heimsuchung (an der Mauer in der Nähe des Brunnens) befindet sich ein Mahnmal. Das Mahnmahl wurde von verschiedenen Persönlichkeiten gestiftet, die ungenannt bleiben wollen. Sie, die die Flucht bzw. Vertreibung selbst erlitten hatten und vor nunmehr 50 Jahren in Bubenreuth eine neue Heimat fanden, verknüpfen mit dem Bronzekunstwerk die nach wie vor gültige Botschaft:

„Flucht und Vertreibung – ganz gleich wann und wo sie geschehen – sind immer Folge von Gewalt und Unrecht“

Ein solches Mahnmal – einzigartig in unserer Gegend – soll alle, die es sehen, daran erinnern, dass es immer gilt, gegen Gewalt und Unrecht anzugehen.

Geschaffen wurde das Mahnmal nach einer Reliefschnitzerei des Südtiroler Künstlers Paul Gartner zum Thema von Mt 2,13-15 „Rast auf der Flucht“.

Das Mahnmal wurde in einer ökomenischen Feier am 16. November 2003, im Rahmen der Gedenkfeier zum Volkstrauertag der politischen Gemeinde Bubenreuth, eingeweiht.

Kirchturm

BUBENREUTH--KIRCHTURM

Der Bau des 32 m hohen Turmes wurde erst 1983 angegangen, da die beabsichtigte Vervollständigung des gesamten Komplexes bis zur Tilgung der Schulden für den Kirchbau zurück gestellt worden war. Nach gut einjähriger Bauzeit wurde das Werk fertiggestellt und die von der Fa. Perner (Passau) gegossenen Glocken eingebaut. Seitdem ist das katholische Pfarrzentrum mit Kirche und Turm auch ein architektonisches Wahrzeichen der Gemeinde Bubenreuth.

Glocken

Fünf Glocken rufen zum Gottesdienst, bzw. schlagen tagsüber die Stunden an. Sie sind nach dem Salve-Regina-Akkord gestimmt und mit folgenden Namen bezeichnet:

  1. Die Dreifaltigkeitsglocke (d´) mit einem Gewicht von 1578 kg
  2. Die Christusglocke (f´) mit einem Gewicht von 961 kg
  3. Die Marienglocke (a´) mit einem Gewicht von 432 kg
  4. Die Johannes-Nepomuk-Glocke (c´´) mit einem Gewicht von 250 kg
  5. Die St. Michaels-Glocke (d´´) mit einem Gewicht von 180 kg (als Sterbeglocke)